Dokumentarfilm - Projekt:                                      

                        Ein Projekt der -”Hilfe zur Selbsthilfe”

  •  Vollinfo.

    Entwicklungshilfemodelle als Chance für Zaire  (Republik Kongo)

    Müsste sie ihre Philosophie moderner Entwicklungshilfe auf den Punkt bringen, würde die deutsch- ägyptische Expertin Frau Dr. Salua Nour sich etwa so äußern:
     

    “Traditionelle Entwicklungshilfe mit sozialen Ansätzen oder wohltätigen Absichten ist in Afrika gescheitert. Entwicklungshilfe abhängig von Demokratisierung ist zum Scheitern verurteilt, so dass die einzige Alternative eine basisorientierte, unabhängige Strukturen und  Vereinigungen schaffende Organisationshilfe ist.
    Dies bedeutet Hilfe zur Selbsthilfe vor allem derjenigen Schichten, die bislang von der Macht ausgeschlossen waren.”


 

Ein Dokumentarfilm von:

Dirk Jungnickel
und
Wolfgang Schwaneberg

 

Laufzeit: ca. 35 Minuten

 

 

 

Engagiert und fundiert erläutert Frau Dr. Nour in einem Interview, dass der Dokumentation als Klammer dient, ihre Erfahrungen sowie ihre Schlussfolgerungen für ein Land wie Zaire / Republik Kongo, das sich in wirtschaftlicher Agonie befindet ( Arbeitslosenquote über 95 % ) und das von Europa und den USA weitgehend fallengelassen wurde. Die Friedrich  Naumann Stiftung hatte 1990 unter dem Motto
"Förderung nichtstaatlicher Organisationen im Bereich der gewerblichen Wirtschaft und der ländlichen Entwicklung"
 zwei Projekte ins Leben gerufen, die Modellcharakter haben.

Die Organisation FOLEZA steht vor allem für einen Zusammenschluss der Landbevölkerung, deren Agrarprodukte ohne Zwischenhandel in die urbanen Zentren geliefert werden sollen, wofür Ausbau und Rekonstruktion des völlig verkommenen Straßennetzes entscheidende Voraussetzungen sind. Zum anderen fördert FOLEZA kulturelle Aktivitäten wie Theateraufführungen, die der politischen Aufklärung und Bildung dienen und Korruption und Pseudodemokratie anprangern.

             In der COPEMEZA sind klein und mittelständische Betriebe der Hauptstadt Kinshasa zusammengeschlossen, die regierungsunabhängig auf marktwirtschaftlicher Basis arbeiten. Nach den Plünderungen und Unruhen 1991 und 1993 haben sich fast alle Entwicklungshilfegeberländer aus Zaire zurückgezogen.  Nicht so die Friedrich  Naumann Stiftung.  Sie blieb, und ihre Präsenz hatte Symbolwert. Wegen Finanzierungsschwierigkeiten wurde das Projekt dann jedoch 1994 abgebrochen. Bis Ende 1995 ist die GTZ für einen begrenzten Zeitraum eingesprungen. Wir haben mit Mitarbeitern dieser Organisationen die Regionen Kikwit ( ca. 300 km östlich von Kinshasa ) und Bas  Zaire ( ca. 230 km westlich ) bereist, sowie Aktivitäten in und um Kinshasa dokumentiert. Dabei konnten wir sowohl die mangelhafte Infrastruktur wie verkommene Straßen, kaum vorhandene Verkehrsmittel und nicht funktionierendes Telefonnetz als auch Initiativen wie Straßenbau und Mautstellen kennen lernen.

           Interviews mit den Menschen in den Dörfern belegen deren Hoffnungen und Ängste. Sie führten uns stolz ihre Produkte (Maniok, Erdnüsse, Gemüse , Bananen usw.) vor, zeigten uns Fischteiche, ihre Schweinezucht, eine Keramik- und Möbelfabrik sowie ihr künstlerisches Schaffen ( Maler / Bildhauer). Es grenzt fast an ein Wunder, dass mit großer Anstrengung unter primitivsten Voraussetzungen und nicht vorhandenen Kommunikationsmitteln relative Erfolge vorzuweisen sind.

           Wir konnten mit der Kamera eine politisch hochbrisante Theateraufführung in Kinshasa verfolgen und in die Dokumentation einarbeiten.  Beeindruckend, wie temperamentvoll und gekonnt politische Botschaften mit Gesang, Musik und Spiel über die meist nicht vorhandene Rampe gebracht werden.

           Abschließend kommt Frau Dr. Nour noch einmal zu Wort. Sie spricht über ihre durchaus auch vorhandenen Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit mit den Einheimischen, die vor allem aus einer Mentalität des Nehmens und der mangelnden Eigeninitiative resultieren, eine Folge von Kolonialzeit und Diktatur. Hochinteressant sind Ihre prägnanten Ausführungen über falsche europäische Demokratisierungsvorstellungen in Afrika.  Ihr Credo :

“Ohne ökonomische Basis keine wirkliche Demokratie.”

Große Hoffnungen setzt sie auf ihre jungen, hochmotivierten Mitarbeiter, wie wir einige auf unserer Drehreise erleben konnten

<<< <zurück zum Katalog 
 


<<<<< zu den Pressestimmen bitte hier klicken.                                


Preisliste und Bestellformular s.o. im Kopf dieser Seite


Weitere Informationen oder die Möglichkeit zur kostenlosen Beratung  erhalten Sie, wenn Sie uns via E-Mail unter
dokuvideo(at)schwaneberg-logistik(dot)de, kontaktieren.
 Sie können uns jedoch auch unter der Funknummer 0172 381 90 41 anrufen.
 

Herzlichen Dank für Ihren Besuch unserer WEBSITE
________________________________________

Bei Problemen mit dieser Seite rufen Sie uns bitte an unter ++49 (0) 30 / 381 90 41,
Funk 0172 381 90 41
oder senden Sie uns eine E-Mail:
dokuvideo(at)schwaneberg-logistik(dot)de